Freitag, 17. August 2007

Stary-Lepel 2007- Schwing den Hammer!

Wie die meisten von euch wissen, war ich in einem 3-wöchigen Workcamp in Stary-Lepel, im unverstrahlten Nordosten Weißrußlands um an einem Hausbau teilzunehmen für eine Familie, die sich dazu entschlossen hat, aus der seit der Tschernobyl-Katastrophe verstrahlten Zone im Süden Weißrußlands umzusiedeln. Der Verein "Heim-statt Tschernobyl" baut seit 10 Jahren Häuser im Rahmen dieses Projekts. Hier ein paar Bilder für alle die, die leider zu weit weg wohnen, um an meinem Reiseberichtsabend mit integrierter Vodkaverkostung teilzunehmen. Seid nicht allzu traurig, ihr erspart euch über 400 Bilder, die die anderen über sich ergehen lassen müssen...;-)



Das bin ich in Arbeitskluft. Wenn das Trikot sauber bleibt, stimmt was nicht!!
So siehts aus, wenns mal fertig ist! Dort habe ich gewohnt, bei Anatoli und Anja und ihren Kindern und Katzen.
Aber vorher muß das alles da rein.....
Und das geht so: immer schön stopfen mit einer Keule wie Bam-Bam von den Feuersteins...


Stück für Stück wächst die Wand...

...und sieht am Schluß so aus!


...dann kommen überall Schilfplatten drauf (machen wir nicht mehr, dass Haus muß nach dem Einfüllen der Lehm-Holzhäcksel-Mischung erst ein Jahr trocknen und die Ziegel kommen auch erst später drauf)..
...dann wird es verputzt und ist schon fast fertig!

Aber es gab auch noch mehr zu tun. Die neue Kirche im Nachbarort brauchte dringend einen Zaun. Kein Problem für mich als erfahrene Zaunbauerin!

Ans Werk!

My first Zaun!!

Erbsünderinnen bei der Arbeit... (laut russisch-orthodoxer Kirche)

Jetzt aber schnell kirchenfein gemacht für die Einweihung!

Der fertige Zaun:Den Schiefen hinten hat der Pope selbst genagelt.

Jetzt muß gefeiert werden, wir richten bei uns im Camp das Fest aus und der hohe Besuch kommt auch...
...meine Lieblingsomas-und opis aus dem Dorf, Nina, Alexander und Valentina...
Wichtig beim Feiern: die richtige Beilage zum Vodka-Gedeck.
Unsere supernetten Hauseltern Anja und Anatoli laden uns zum Essen ein..
...gedacht für acht Personen...
...gelangt hätte es für 20...nur ein weiterer Beweis für die unglaubliche Gastreundschaft der Menschen dort. Es würde trotz eines Monatseinkommens von ca. 100 Euro niemand auf die Idee kommen, die Schinkenröllchen vorher abzuzählen.

Also dann...nasdarowje!
Polonaise in der (Weiß)russendisko...

Und hier noch ein, zwei Impressionen:
Unser "Magasin", Lebensmittelladen unseres Vetrauens.


Eines der typischen Holzhäuser der Gegend..




...und schließlich die ganze Truppe vor dem "fertigen" Haus!

Es waren beeindruckende und lustige 3 Wochen in einer anderen Welt. Und ich kann jetzt hämmern und bohren. Der nächste Umzug kann kommen!!!